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deutsch bestimmter Jugendschutz im globalen Internet?


zum Thema Jugendschutz in Deutschland
Internetinhalte, die für Kinder und Jugendliche ab einer bestimmten Altersgruppe problematisch sein können, dürfen nach dem Gesetz nur angeboten werden, wenn der Anbieter sie mit einem technischen Schutzmechanismus absichert. Das Gesetz gliedert grob in zwei Fallbereiche: Inhalte, die besonders gravierend sind, z.B. Pornographie und Extremgewalt, sind in sogenannten geschlossenen Benutzergruppen anzubieten, die eine hohe technische Hürde darstellen. Bei Inhalten, die nicht derart gravierend, aber dennoch problematisch sein können, bestehen für Anbieter drei Möglichkeiten des gesetzeskonformen Verhaltens: Technische Kennzeichnungen, die von Jugendschutzprogrammen ausgelesen und interpretiert werden können, Technische Mittel, die auf unterschiedliche Weisen Zugangshürden schaffen, oder Sendezeitbegrenzungen, die bestimmte Inhalte erst ab einer bestimmten Uhrzeit zugänglich machen – wie man es aus dem Fernsehen kennt.

Soweit die Vorgaben der FSM (freiwillige Selbstkontrolle multimedia-Diensteanbieter)

Jugendschutzseite Ungefähr genau so gleich, wie Deutschland den moralischen Zeigefinger nunmehr auch über unliebsame Meinungen im "Internet" erhebt, so handelt es auch mit deutschen Gesetzen den Jugendschutz betreffend. Ganz vereinfacht betrachtet findet seitens Deutschland eine Art Vereinnahmung und das Ansprucherheben für ein eigentlich aber dezentrales weltumfassendes Netzwerk statt, über das man seitens aller deutscher Gesetzgebungen offenbar noch nicht wahr genommen hat, daß das Internet an den deutschen Außengrenzen jedoch nicht automatisch endet.
Was zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sicher gut erdacht war, findet seine Schranken allerdings über die Grenzen Deutschlands hinaus. Und damit ist etwa nicht ein Darknet oder sonstige Subnetze gemeint die - so man meint- für Kinder und Jugendliche eh bereits im Verborgenen liegen - Nein, sondern vielmehr die Tatsache, das in Deutschland geforderte technische Sicherungsmaßnahmen wie den sog. Perso-Check bereits schon in Holland gar nicht mehr funktionieren, geschweige denn auf den Fitschi-Inseln, in Andalusien oder in der Mongolei.
Eine Internetseite also, so wie sie in Deutschland gefordert wird, - und damit erhebt Deutschland ein viel zu eigenes Anspruchsdenken, was deutsche Gesetzgebungen für die weltweite Internetnutzung anbelangt, ist ja nicht nur alleine in Deutschland aufrufbar und präsent, sondern richtet sich mitunter - wie jetzt auch Toleranzgrenzen.de - eben auch an im Ausland lebende Deutsche, Deutschstämmige bzw. Deutschsprechende von denen es ja immerhin auch ein paar Milliönchen gibt. Der deutsche Bundesgerichtshof sprach im Falle seiner Entscheidung über eine grundrechtlich anzuerkennende Internetnutzung auch davon, das die Bedeutung des Internets als wichtiger Bestandteil des modernen Lebens anzusehen seie. Hinweisteddy Hier spielt auch das Grundrecht der freien Persönlichkeitsentfaltung eine wesentliche Rolle. Mit zweifelsohne guten Absichten aber, was Kindes- und Jugendschutz angeht, werden von Deutschland aus auch zu diesem Thema etliche Gesetze geschaffen, mit denen unser Land wieder einmal mehr nur davon ausgeht, daß das "Internet" nur innerhalb unserer Grenzen vorhanden zu sein hat, zumindest schränkt es mit seinen etlichen Anforderungen an Kindes- und Jugendschutz von Deutschland ausgehende Internetseiten von der globalen Inanspruchnahme des kompletten weltumspannenden Netzwerkes allerding aus, da es wie bereits erwähnt keine weltweit einheitlichen Zugriffsschutzmaßnahmen und eben aber auch oft keine solche moralischen Wertungen wie sie in Deutschland gelebt werden, gibt. WAS macht also der in Indonesien lebende Deutsche wenn er eine durch Deutschlands Kinder- und Jugendschutzgesicherte Internetseite ansehen will? Nichts! Der steht vor solcher Seite wie ein Ochse vorm Berg ....und das wars dann. Kinder- und Jugendliche in Deutschland sind zwar geschützt, aber ansonsten wird eine so geschützte Webseite international gesehen absolut wertlos.

Wie wahrscheinlich schon vermutet, jetzt folgende Fragestellung: WEM gehört das Internet und darf ein Land territoriale Ansprüche insoweit erheben, mit eigenen Gesetzgebungen imaginäre Abgrenzungen vorzunehmen, innerhalb derer man sich diesen zu beugen hat?

Immerhin ist kein Gesetz bekannt, mit welchem bestimmt wird, das deutsche Internetseiten nur ausschliesslich für das Wahrnehmen in Deutschland bestimmt sein müssen. Wäre ja auch technisch gar nicht möglich, wie eben auch ein Altersbestimmender Zugangsschutz der weltweit nicht funktioniert. Darüber hinaus gibt es natürlich weltweit internetnutzende Länder, denen deutsche Gesetze oder das, was Deutsche meinen von etwas zu halten, wohl am Sonstwas vorbei gehen dürfte ...es gibt also nicht wirklich weltweite Einigkeit über das, was Deutschland meint für den Rest der Welt geltend, in Stein meißeln zu müssen.
Toleranzgrenzen.de ... also Stein des Anstoßes, was den deutschen Kindes- und Jugendschutz betrifft? Zumindest hat es bereits erste Meldungen an den FSM gegeben weil offenbar viel zu freizügige Inhalte bereit gehalten werden. OK, als Deutscher hat ein Betreiber von Internetseiten sich eben an deutsche Gesetze zu halten, aber was hat das konkret zu bedeuten? Die deutsche Gesetzgebung spricht hierzu leider nicht Klartext sondern bestimmt schlichtweg nur, was man auf deutschem Boden nicht darf. Wie aber will man Inhalte die für ein weltweit umspannendes Netzwerk gedacht sind, an solche Gesetze binden ohne das es andererseits hierwegen zu rechtlichen Einschränkungen eines Seitenbetreibers kommt?

Aber erstmal was anderes: .. was tut Toleranzgrenzen.de auch trotz seiner Auffassungen FÜR den deutschen Kindes- und Jugendschutz? Da werden die aller wenigsten drauf kommen. SEO ist bspw. eine gängige Praxis um Webseiten ganz gezielt in Suchmaschinen zu ranken. Toleranzgrenzen verzichtet auf sowas! Dann: Was Test und deren Lesbarkeit auf Webseiten betrifft, so werden Seiten oft auch hinsichtlich ihres sog. Fleschwertes beurteilt, wofür es eigens eine Formel gibt mit der ein Schweregrad an verständlicher Lesbarkeit bestimmt wird.
Fleschwertung Toleranzgrenzen besitzt einen Fleschwert im Bereich akademischer Grade, die erforderlich sind, um die hier geblogten Texte wirklich verstehen zu können. Man kann und sollte dies betreffend dann nicht alleine von einem Erwachsenenverständnis ausgehen wenn man hier Texte liest und diese subjektiv für vielleicht unzumutbar hält. Woran die allermeisten wohl auch nicht denken ist, das Ausklammern einer Seite per sog. robots.txt so, das diese in automatisierten Prüf- und Suchverfahren erst gar nicht mehr gelistet werden. Zumindest DAS ist entgegen des vielgepriesenen Alters-Checks weltweit funktionierender Standard. Toleranzgrenzen.de verwendet auch diese Technik bei einigen Themenseiten.


Es ist in Deutschland bislang noch keine Rechtsprechung dazu ergangen, mit welcher Gerichte sich zur Frage ob für von Deutschland aus gestartete Internetseiten über die Landesgrenzen hinaus gehend deutsches Recht zu gelten hat, befassten. Dennoch versucht Deutschland den Webseitenbetreiber in einen Konflikt zu treiben der nur den deutschen Kinder- und Jugendschutz sowie deutsche Gesetze bevorschubt, mit denen man dies, das und jenes verbieten will. Sowohl ein räumlicher Geltungsbereich als auch eine geografische örtliche Bestimmung wird was deutsche Gesetze betrifft, eben nur auf Deutschland beschränkt ...darüber hinaus haben diese Gesetze keine Gültigkeit. SO: wie will man das nun mit Internetseiten regeln, die ihrem Namen (www) ja schon folgend dazu bestimmt sind, in einem globalen Netzwerk wahrgenommen zu werden - also eben auch in Ländern in denen deutsche Gesetze nicht gelten? Soweit bekannt, hat es diesbezüglich noch keinerlei Einlassung Deutschlands gegeben. WAS man von Deutschland erfährt, ist immer wieder nur dessen Anspruch, das Internet für den Rest der Welt gleichermaßend bestimmend regulieren zu wollen. Toleranzgrenzen.de meint, über dieses Thema kann man zumindest mal nachdenken.

Abschliessend möchte Toleranzgrenzen im Hinblick auf Spitzfindigkeit des sog. Jugendschutzes mal auf solche Seiten wie: https://de.wikipedia.org/wiki/Erektion
oder
https://de.wikipedia.org/wiki/Masturbation
hinweisen ... eine auch von Kindern und Jugendlichen als Schüler gern genutze Enzyklopädie, die nicht mal mit weniger als EINEM Klick oder mit der Eingabe der Seitenadresse direkt aufrufbar ist.






Deutschland..die Regulierungsbehörde der ganzen Welt?